Botschaft „Josefkol 2017“

 

Sehr geehrte Gäste,

die Veranstaltung, die unter dem Namen „Josefkol“ in das Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit gelangt ist, wird in diesem – schon X. Jubiläum – in der Zeit vom 22. – 23. Juli im Schlosspark in Čechý pod Kosířem veranstaltet.

Wir bereiten dieses Jubiläumstreffen mit 150 Teilnehmern in einer großartigen Naturszenerie des längst vergangenen 18. Jahrhunderts vor. Die Szene, die sich im malerischen Park mit seinen ehrwürdigen Bäumen abspielt, zeigt Vorführungen von 50 Kutschenpferden, Reitpferden und Dutzende von historischen Kutschen, die im Park fahren werden und die wunderbare Atmosphäre einer längst vergangenen Zeit wieder erstehen lassen. Wir stellen Ihnen sowohl edle Reitpferde und Kutschenpferde – die so genannten „Galakaroserien“ -  als auch die schwersten Hengste in  schweren Zugwagen vor.

Die besten Handwerker der Tschechischen Republik, die Handwerksmeister führen ihre Künste vor, zeigen, wie sie die verschiedenen Materialien - Stahl, Holz, Glas, Leder, Textil oder Korb - be- und verarbeiten. An der Handwerkskunst dieser Meister können wir nicht nur deren handwerkliches Geschick, sondern auch den Reichtum unserer Geschichte, der allmählich verloren geht, bewundern.

Das Motto des diesjährigen „Josefkol“ ist „Die Geschichte kehrt zurück, um die Gegenwart zu bereichern“.

Unsere Vorfahren erbauten einerseits Herrensitze, Landsitze, Bauernhöfe, Scheunen und Speicher. Andererseits errichteten sie auch Schulen, Kirchen und Wirtshäuser und bewirtschafteten den Boden gewissenhaft und mit Liebe und gaben ihre Botschaft an die weiteren Generationen weiter und glaubten daran, dass auch diese Generationen diese weiter bewahren und den weiteren Generationen übergeben werden.

„Josefkol 2017“ stellt uns die Persönlichkeit eines Mannes vor, der in unserem Land seine bedeutenden Spuren hinterließ. Es sind die Spuren des Mannes, der der Beichtvater von Maria Theresie war, der den Kardinalstitel erwarb und am 26. August 1747 in Olmütz die feierliche Einfahrt in goldenen Kutschen verwirklichte. Drei goldene Kutschen sind bis in die Gegenwart erhalten geblieben.

Wir erinnern an das 270. Jubiläum der feierlichen Einfahrt von Kardinal Ferdinand Julius von Troyer aus Troyerstein. Im Zug sehen wir sowohl Fußvolk als auch Reiter und Kanoniere, Fälkner, hochwohlgeborene Herren, Wagen und Kutschen. Im weiteren sehen wir die besten Handwerker und deren Kinder, die sich an der Restauration der historischen Kutschen beteiligten und beteiligen.

Das reichhaltige Programm, das in verschiedenen Szenen situiert ist, ermöglicht es der breiten Öffentlichkeit, vor allem aber Familien mit Kindern, in die längst vergangene Geschichte Einblick zu nehmen, die auch heute noch unsere Gegenwart bereichert und uns an unsere Wurzeln und Traditionen erinnert. Zwei Tage lang wird das Geschehen von Musik begleitet, die die dramatischen Momente im Leben der Menschen und Geschichten voller Glauben, Hoffnung und Liebe ausdrückt. Die Atmosphäre wird durch die Stimme von Richard Pachmann begleitet.

An dieser Stelle würde ich gern allen Menschen danken, die sowohl in das Museum der Kutschen als auch zum „Josefkol“ kommen und somit die Kutschen als Handwerk, die Handwerker, die Träger der Traditionen unseres ganzen Landes und des Auslandes unterstützen.

Mein herzlicher Dank gebührt den Partnern und Förderern, die uns unterstützen und vor allem der Region Olomouc und deren Vertretern für das langjährige Vertrauen und die Hilfe bei unserer unnachahmlichen Veranstaltung „Josefkol“. Ein gleicher Dank gilt dem Ministerium für Kultur der Tschechischen Republik.

In Hochachtung und mit Dank Václav Obr